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Das "Zweite Deutsche Menetekel"
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1990

In der Vorweihnachtszeit des Jahres 1990 bekamen fast alle relevanten Bundes- und Landespolitiker Deutschlands ein kleines Weihnachtspräsent. Es handelte sich diesmal um eine Langspielplatte (30-cm- Vinyl) mit dem Titel „3. Oktober 90 in Pop und Classic“.

Hiermit versuchte der Performer, durch eine Neuaufnahme – mit großem Chor und Orchester – die Politiker von einem Votum für eine neue und zeitgerechte Nationalhymne mit dem Titel „Deutschland einig Vaterland“ zu gewinnen.

Viele der angesprochenen Politiker fanden die Überlegung, eine neue gemeinsame Nationalhyme zu schaffen, zumindest diskussionswürdig.

Obwohl der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl durch seinen Referenten mitteilen ließ, daß eine Entscheidung über die deutsche Nationalhymne von einem gemeinsamen Parlament getroffen werden müsste, kam es aber nicht dazu. Wieder einmal nur durch einen Briefwechsel zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler – quasi „par ordre du mufti“ – wurde über diese Frage entschieden.

Jetzt, 26 Jahre nach der Wiedervereinigung, werden diese Musikstücke erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wenn nun die Frage gestellt wird: Wer entscheidet eigentlich über die Nationalhymne? – zeigt sich überraschend im Vorgarten des Bundeskanzleramtes eine virtuelle 3D-Skulptur. Und der grüne Rasen gibt uns den Hinweis: „Direkte Demokratie für Deutschland“.

Für wen wird wohl dieses Zeichen zum Merke(l)tekel?

Brief an alle relevanten Politiker Antwort vom Bundeskanzleramt Verzeichnis der Antwortschreiben
Die Veröffentlichung aller Antwortschreiben und aller Tondokumente folgt in Kürze. Bei Interesse senden Sie uns Ihre Anfragen an: info@auvicom.de